Ausbildung Konfliktberater:in

Unsere Ausbildung zum/zur internen Konfliktberater:in setzt Ihre Teilnehmenden in die Lage, konfliktbehaftete Situationen und die involvierten Parteien bis zu einer gewissen Eskalationsstufe aktiv begleiten zu können und mit den beteiligten Konfliktparteien eine gemeinsame und tragfähige Lösung zu erarbeiten.

Diese Weiterbildung vermittelt das dafür notwendige interdisziplinäre Fachwissen und hat durch ihren hohen praxisbezogenen Anteil eine stark anwendungsbetonte Ausrichtung. Die Zugangsmöglichkeit für alle Mitarbeiter:innen auf freiwilliger Basis ist einesehr gute Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung und anschließende Anwendung.

Die Teilnehmenden erhalten nach Abschluss ein Zertifikat.

Nutzen für die Teilnehmenden

Sie erhalten eine fundierte und kompakte Ausbildung, die Sie in die Lage versetzt, Ihren Kolleg:innen in schwierigen Situationen und Konflikten beratend zur Seite zu stehen. Damit übernehmen Sie Verantwortung und tragen zu einem positiven gemeinsamen Miteinander bei. Sie kennen die Risiken und Dynamiken ungelöster Konflikte und sind in der Lage durch lösungsorientierte Fragetechnik im Einzel-und Mehrparteiengespräch zu unterstützen. Sie kennen und nutzen das notwendige Werkzeug, um ein Konfliktgespräch situations-und adressatengerecht zu moderieren. Sofern der Konflikt zu hoch eskaliert ist, kennen Sie weitergehende Möglichkeiten, hier eine Lösung herbeizuführen.

Inhalte

Kostenlose Infostunde online

Im Vorfeld

  • Selbstreflexion über Arbeitsbezogenes Verhaltens-und Erlebensmuster (AVEM nach Schaarschmidt und Fischer) durch Fragebogen und individuelle Auswertung je Teilnehmer:in
  • Klärung der Erwartungshaltung/Rolle
  • Fragebogenauswertung im Gespräch ca. 45 Minuten je Teilnehmer:in

 

Modul I Grundlagen Konfliktberatung (2 Tage)

  • Entstehung und Entwicklung von Konflikten
  • Wesen/Kriterien von Konflikten
  • Eskalationsstufen (nach Glasl)
  • Ressourcenbindung im Konflikt
  • Individuelle Wahrnehmungskanäle und -filter
  • Managing Diversity – kulturelle Vielfalt im Umfeld von Kultur und Kunst
  • Identitätenmatrix (nach Rodigast)
  • Konflikt als System im Inneren und Äußeren (nach Schulz von Thun)
  • das System „Gewandhaus“ als Triade zwischen Orchester – Technik – Verwaltung mit der Wertschöpfung höchster musikalischer Kunst
  • Besonderheiten bei Großgruppen im Bereich der Hochkultur – Tetrade der Macht, Zeithorizont und Gewaltenteilung
  • Abgrenzung: Was ist Konfliktberatung? Wo hilft sie nicht?
  • Der erste eigene Fall – Ablauf Fallberatung

 

Supervision I (2 Stunden)

  • Etwa zwei bis drei Wochen nach dem ersten Modul
  • Teilnahme freiwillig
  • Klärung auftretender Fragen
  • Beginn der ersten eigenen Konfliktberatung
  • in Kleingruppen von 4-5 Teilnehmenden, je Gruppe ca. 2 Stunden, max. 3 Gruppen

 

Modul II Rolle und Haltung als Konfliktberater:in (2 Tage) 

  • Knigge für Konfliktberater:innen
  • Neutralität und Allparteilichkeit (nach Rodigast)
  • Eigene Ressourcen entdecken und abrufbar nutzen können
  • Verbale und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten (nach Watzlawick, Schulz von Thun, Rosenberg und anderen)
  • Positive Leadership in der Konfliktberatung (nach Seligman und Ebner)
  • Entwicklung einer eigenen Berateridentität und Rollenklarheit (nach Dilts)
  • Grenzen der eigenen Möglichkeiten – Wo passe ich?
  • Übungssequenzen

 

Supervision II (2 Stunden je Gruppe)

  • Etwa zwei bis drei Wochen nach dem zweiten Modul
  • Teilnahme freiwillig
  • Klärung auftretender Fragen
  • Kollegiale Beratung zu den ersten eigenen Fällen
  • in Kleingruppen von 4-5 Teilnehmenden, je Gruppe ca. 2 Stunden, max. 3 Gruppen

 

Modul III Toolbox für Berater:innen (2 Tage)

  • Harvard-Modell (nach Friedman und Himmelstein)
  • Tetralemma (nach Varga von Kibed)
  • Fragetechniken
  • Atemtechniken
  • Aufstellungsmöglichkeiten (nach Satir und anderen) und gestalterische Elemente (nach Perls und anderen)
  • Weitere Strategien und Techniken
  • Selbsthilfe für Berater:innen im Konflikt, Umgang mit den eigenen Emotionen (nach Glasl und anderen)
  • Umgang mit schwierigen Situationen und Widerstand in der Beratung
  • Übungssequenzen

 

Supervision III (2 Stunden je Gruppe)

  • Etwa zwei bis drei Wochen nach dem dritten Modul
  • Teilnahme freiwillig
  • Klärung auftretender Fragen
  • Kollegiale Beratung zu den ersten eigenen Fällen
  • in Kleingruppen von 4-5 Teilnehmenden, je Gruppe ca. 2 Stunden, max. 3 Gruppen,

 

Modul IV Dynamiken im Prozess (2 Tage)

  • Gruppendynamische Prozesse in der Fallbearbeitung
  • Dyadische und triadische Wirkprinzipien zwischen den Beteiligten
  • Individuelle Einflussfaktoren der Beteiligten
  • Embodiment und Züricher Ressourcenmodell (nach Storch)
  • Umgang mit Hierarchie- und Machtdifferenzen
  • Übungssequenzen

 

Supervision IV (2 Stunden je Gruppe)

  • Etwa zwei bis drei Wochen nach dem vierten Modul
  • Teilnahme freiwillig
  • Klärung auftretender Fragen
  • Kollegiale Beratung zu den ersten eigenen Fällen
  • in Kleingruppen von 4-5 Teilnehmenden, je Gruppe ca. 2 Stunden, max. 3 Gruppen,

 

Review Prozessabschluss (1 Tag)

  • Klärung aufgetretener Fragen und Probleme in großer Gruppe
  • Wiederholung und Festigung von Techniken und Abläufen
  • Präventionsmöglichkeiten für Konflikte
  • Erarbeitung weiteren Vorgehens für die Berater:innen
Infos im Überblick
Ihr(e) Trainer
Falk Rodigast
Wann
Supervision in Abstimmung mit den Teilnehmern
Termine
  • 01.01.1970, 00:00–00:00
Preis
2550 Euro (exkl. Mwst.)
Durchführung in den Räumen von firm-leipzig

inklusive Getränke und Pausenverpflegung.
Nach oben